Verwaltete und nicht verwaltete VPS: wer für die Sicherheit sorgt
Ein VPS bietet mehr Freiheit als gewöhnliches Shared Hosting. Damit geht Arbeit einher, die in der Produktübersicht nicht immer sichtbar ist. Bewerten Sie den Unterschied zwischen verwalteten und nicht verwalteten Angeboten deshalb nach konkreten Aufgaben, nicht nach dem Tarifnamen.
Der Anbieter stellt üblicherweise einen virtuellen Server und grundlegenden Zugang bereit. Sie oder Ihre Fachkraft installieren Anwendungen, aktualisieren das System und richten Zugriffsrechte, Firewall, Überwachung und Sicherungen ein. Auch auf Vorfälle zu reagieren und freien Speicherplatz zu prüfen liegt bei Ihnen. Fehlen Ihnen Zeit und Personal dafür, kann der niedrige VPS Preis täuschen.
Lassen Sie den Umfang der Verwaltung schriftlich festhalten
Ein Dienst umfasst nur Aktualisierungen des Betriebssystems, ein anderer auch Datenbank, Webserver und Reaktion auf Ausfälle. Fragen Sie, ob der Anbieter Ihre Anwendung verwaltet, wie schnell er außerhalb der Geschäftszeiten reagiert und ob er Daten aus Sicherungen wiederherstellt. Wichtig ist auch, wer Änderungen freigibt und was geschieht, wenn eine Aktualisierung den Betrieb beeinträchtigt.
Erstellen Sie eine Verantwortungsmatrix
Schreiben Sie Aufgaben in zwei Spalten: Systemaktualisierungen, Zertifikate, Benutzerverwaltung, Sicherungen, Wiederherstellungstests, Überwachung und Störungsbehebung. Ordnen Sie jeder Aufgabe eine Person oder einen Dienst zu. Eine leere Zeile ist ein Risiko, das Sie besser vor der Bestellung als beim ersten Ausfall entdecken.
Spielen Sie einen Vorfall durch: Nachts läuft die Festplatte voll und die Anwendung speichert keine Daten mehr. Wer erhält die Warnung, wer hat Serverzugang, wer entscheidet über den Eingriff und wo liegt die letzte nutzbare Sicherung? Hängen alle Antworten von einer Person ab, bestimmen Sie eine Vertretung und bewahren Sie die Anleitung sicher auf. Erst danach sollten Sie Verwaltungskosten und reinen Serverpreis vergleichen.
Benötigen Sie nur eine gewöhnliche Website, prüfen Sie zunächst, ob ein guter Shared Hosting Dienst ausreicht. Ein VPS lohnt sich, wenn Sie seine Kontrolle nutzen und die entsprechende Verwaltung sicherstellen können.