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HOSTING-RATGEBER

CPU, RAM, Speicher und I/O: Hostingdaten richtig lesen

Eine große Zahl beim Speicherplatz sagt noch nichts darüber aus, wie schnell Ihre Website läuft. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Kapazität, Leistungsgrenzen und den Regeln bei dauerhafter Belastung.

Illustration zu Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicherplatz

Kapazität ist nicht gleich Leistung

Die Speicherkapazität gibt an, wie viele Daten Sie ablegen dürfen. Fragen Sie, ob auch E-Mails, Datenbanken, Protokolle und Sicherungen angerechnet werden. Eine Angabe wie schneller Speicher beschreibt eine Technik, garantiert aber keine schnelle Reaktion Ihrer Anwendung. Auch gemeinsam genutzte Ressourcen, die Datenbank und die Arbeitsweise der Website spielen eine Rolle.

RAM bietet Platz für laufende Prozesse. Die CPU bearbeitet ihre Aufgaben. Beim Shared Hosting können Grenzen als Prozesszahl, Anteil an der Prozessorzeit oder Arbeitsspeicher pro Anwendung angegeben sein. Bei einem VPS steht meist die Zahl virtueller Kerne, doch zwei Dienste mit gleich vielen Kernen können sich unter Last unterschiedlich verhalten. Fragen Sie nach den Regeln für dauerhafte Nutzung und danach, was bei Überschreitung geschieht.

Sehen Sie auch über die Hauptzahlen hinaus

Prüfen Sie in den Bedingungen die Zahl der Datenbanken, die maximale Dateigröße, gleichzeitige Anfragen, die Geschwindigkeit von Dateioperationen und Grenzen für die Datenübertragung. Ein Onlineshop mit vielen kleinen Datenbankabfragen kann an eine andere Grenze stoßen als eine Website mit großen Downloads. Auch ein als unbegrenzt beworbener Tarif unterliegt meist Regeln für angemessene Nutzung.

Vergleichen Sie anhand Ihrer eigenen Nutzung

Notieren Sie, welche Anwendung Sie nutzen, wie viele Daten sie enthält und welche Lastspitzen Sie erwarten. Läuft die Website bereits, fragen Sie Ihren bisherigen Anbieter nach den tatsächlichen Verbrauchswerten. Erst dann bestimmen Sie die nötige Reserve. Für eine kleine neue Website ist eine verständliche Möglichkeit zur Tarifaufstockung oft wertvoller als eine große, unklare Kennzahl.

Praktische Frage: Welche Grenze erreichen Sie voraussichtlich zuerst, und woran erkennen Sie, dass Sie sich ihr nähern? Klären Sie das vor der Bestellung.

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